Bretagnes Küsten per Rad: Fünf besonders schöne Touren

Mit Meerblick auf dem Fahrrad unterwegs: fünf besonders schöne Küstentouren in der Bretagne

Die Tage werden länger, die Sonne zeigt sich wieder häufiger – damit beginnt die ideale Zeit, das Fahrrad aus dem Keller zu holen und neue Strecken zu entdecken. Wer auf seiner Tour gern Meeresluft schnuppert und unterwegs etwas Neues erleben möchte, findet an der bretonischen Küste beste Bedingungen. Dort warten sowohl auf Tagesetappen als auch auf längeren Touren eindrucksvolle Küstenlandschaften, lange Sandstrände, megalithische Steinreihen, fjordähnliche Flussmündungen und viele kulinarische Entdeckungen.

Roscoff und die Vélomaritime: mit dem Rad durch die Korsarenstadt

Ein besonders lohnender Ausgangspunkt für Fahrradtouren ist Roscoff im Nordwesten der Bretagne. Hier beginnt die Vélomaritime, ein 1.500 Kilometer langer Küstenradweg, der zunächst an der bretonischen Nordküste entlangführt und später weiter durch die Normandie bis nach Dünkirchen verläuft. Der Startpunkt liegt am alten Hafen von Roscoff, direkt beim markanten weißen Leuchtturm.

Von dort führt die Route durch die historischen Gassen des charmanten Badeorts, vorbei an Gebäuden und Innenhöfen aus der Zeit der Korsaren. Auch der botanische Garten von Roscoff liegt auf dem Weg und vermittelt mit seinen exotischen Pflanzen beinahe ein südliches Flair, was dem milden Klima der Region zu verdanken ist. Hinter Roscoff verläuft die Strecke durch Felder, auf denen die für die Stadt berühmten Zwiebeln wachsen. Danach geht es durch Saint-Pol-de-Léon weiter bis nach Morlaix.

Die rund 30 Kilometer lange Etappe bietet immer wieder Gelegenheit für Stopps mit Blick auf die sonnenglitzernde Bucht von Morlaix. Für Krimifans könnte die Strecke zusätzlich interessant sein, da der 15. Fall von Kommissar Dupin, der am 24. Juni erscheint, in Roscoff angesiedelt ist. Möglicherweise lassen sich beim Radfahren sogar einige Schauplätze wiedererkennen. Weitere Inspirationen zu Touren rund um Roscoff stellt die Tourist-Information auf ihrer Website bereit.

Pléneuf-Val-André: Küstenpanoramen, kleine Häfen und bretonische Spezialitäten

Wer der Vélomaritime weiter folgt, erreicht über die Rosa Granitküste die Bucht von Saint-Brieuc, die zweite große Bucht der Nordbretagne. Dort liegt Pléneuf-Val-André malerisch an grünen Hängen. Weiße Strände und lebendige Hafenpromenaden laden dazu ein, zwischendurch vom Rad zu steigen und die Umgebung in Ruhe zu genießen.

In Pléneuf-Val-André lässt sich die Küste auf unterschiedliche Weise erleben – aus der Luft beim Paragliding, auf dem Wasser mit dem Katamaran oder bei Ebbe an den weitläufigen Stränden. Besonders reizvoll zeigt sich der Hafen von Dahouët mit seinen Fischerhäuschen und farbigen Booten. Anschließend führt die Strecke in den Ortskern von Pléneuf. Rund um die neugotische Kirche finden sich verschiedene Geschäfte, die sich gut für einen Picknick-Einkauf eignen. Dort gibt es auch Kouign Amann, den typischen bretonischen Butterkuchen, der neben Crêpes und Cidre zu den bekanntesten Spezialitäten der Region zählt.

Wer die Tour an einem Dienstag unternimmt, kann zusätzlich über den Wochenmarkt bummeln. Danach geht es weiter zur Plage des Vallées. Dort lassen sich die eingekauften Köstlichkeiten mit Aussicht auf das Cap d’Erquy und die Vogelschutzinsel Verdelet genießen. Über die Dünen von Ville-Berneuf führt die Route schließlich bis nach Erquy. Vor dem Ziel bietet sich noch ein Halt am Vignoble des Terre-neuvas an, einem der seltenen Weingüter der Bretagne. Weitere Tourenvorschläge finden sich auf der Website der örtlichen Tourist-Information.

Carnac: mit dem Fahrrad zu den berühmten Megalithen

In Carnac im Süden der Bretagne erwartet Radfahrerinnen und Radfahrer eine vergleichsweise kurze Tour von 16 Kilometern, die dennoch zahlreiche Stopps verdient. Los geht es im Ortszentrum gegenüber der Kirche Saint-Cornély. Schon zu Beginn führt die Route zu den Megalithreihen, für die Carnac weit über die Region hinaus bekannt ist. Rund 3.000 Steine ragen dort bis zu drei Meter hoch empor und bilden das größte Hinkelsteinfeld der Welt.

Seit 2025 zählen diese Anlagen zusammen mit 550 weiteren Megalithstätten im Süden der Bretagne zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Besucherzentrum Maison des Mégalithes erhalten Gäste anschauliche Informationen zur Geschichte dieser prähistorischen Steinlandschaft.

Danach verläuft die Tour weiter durch die malerischen Viertel Carnacs bis zur Bucht Anse du Pô, die als Zentrum der Austernkultur des Ortes gilt. Viele Austernzüchter betreiben dort Terrassen direkt am Meer, auf denen sich die regionale Spezialität probieren lässt. Im Anschluss führt die Route durch Saint-Colomban mit seinen Granithäusern und einer Kapelle aus dem 16. Jahrhundert. Auch die Strände entlang der Strecke laden immer wieder zu Pausen ein. Insgesamt verfügt Carnac über fünf Sandstrände. Besonders beliebt ist die zwei Kilometer lange Grande Plage mit ihren gestreiften Badezelten. Über schmale Wege durch Marschland und Felder geht es schließlich zurück ins Zentrum. Ausführliche Informationen zur Strecke sind online verfügbar.

Damgan: Radtour mit Kajak-Erlebnis

In Damgan im Süden der Bretagne lässt sich eine Fahrradtour mit einer Kajakfahrt verbinden. Das Angebot von Brise et Voiles kombiniert beide Aktivitäten zu einem abwechslungsreichen Ausflug. Vom Ortszentrum führt ein gut ausgebauter Radweg in nur etwa 15 Minuten am Strand entlang bis zum Hafen von Pénerf im Regionalen Naturpark Golfe du Morbihan.

Ab dort übernimmt der Anbieter die Organisation: Die Fahrräder werden abgeholt und die Kajaks stehen bereit. Vor allem für Einsteiger ist das praktisch, denn vor dem Start auf dem Wasser gibt es eine ausführliche Einführung in Route und Navigationsregeln. Anschließend verläuft die Kajakstrecke mit der natürlichen Gezeitenströmung durch eine für die Region typische Landschaft mit Schilf, Salzwiesen und ehemaligen Salinen. Dieses Gebiet ist Lebensraum vieler Tierarten, die sich vom Wasser aus gut beobachten lassen.

Nach fünf Kilometern im Kajak geht es mit dem Fahrrad wieder zurück nach Damgan. Kajaks stehen für eine oder zwei Personen zur Verfügung. Weitere Informationen sind direkt beim Anbieter zu finden.

Landéda und die Véloroute des Abers: auf den Spuren des Kartoffelzugs

Die Véloroute des Abers im Département Finistère folgt der früheren Strecke eines historischen Kartoffelzugs. Dieser transportierte im 19. Jahrhundert Gemüse und andere Waren zwischen dem Hafen von Brest und der Nordküste der Bretagne, woraus auch sein bis heute gebräuchlicher Spitzname entstand.

Heute verbindet der rund 33 Kilometer lange Radweg den Küstenort Landéda-L’Aber Wrac’h mit der westbretonischen Hafenstadt Brest. Die Route führt vorbei an Feldern, kleinen Orten und restaurierten Bahnhofsgebäuden, die noch an die frühere Bahnstrecke erinnern. Benannt ist die Strecke nach den sogenannten Abers, einer landschaftlichen Besonderheit der Region. Dabei handelt es sich um vom Meer überflutete Flusstäler, die optisch an nordische Fjorde erinnern, auch wenn sie geologisch anders entstanden sind.

Die Strecke verläuft über Lannilis, Plouvien und Plabennec, weist nur geringe Höhenunterschiede auf und bietet zahlreiche Rastmöglichkeiten, etwa am Aber Benoît. Damit eignet sie sich besonders gut für entspannte Familienausflüge. Informationen zur Route sind online in englischer Sprache abrufbar.

Névez und Port Manec’h: mit dem Rad durch Bilderbuchlandschaften

Die Tour La Névézienne lädt dazu ein, die Gemeinde Névez auf kleinen Straßen und durch historische Orte wie Kercanic und Kerascoët zu erkunden. In diesen Dörfern stehen originale Steinhäuser aus dem 19. Jahrhundert mit dunklen Reetdächern sowie blau und rot gestrichenen Fensterläden. Dazwischen setzen blühende Hortensien in Rosa und Hellblau farbige Akzente.

Die Strecke führt entlang der Küste und eröffnet Ausblicke auf die Pointe de Raguenez, die Bucht von Rospico und Port Manec’h. Danach folgt sie dem Fluss Aven bis zum kleinen Hafen von Kerdruc. Auf dem Rückweg durch die ländliche Umgebung lohnt sich eine Pause in Le Hénan. Dort erinnern eine historische Gezeitenmühle, das Müllerhaus, ein Färbebecken und die Kapelle Saint-Marguerite an das kulturelle Erbe der Region.

Diese Tour verbindet Natur, Geschichte und Küstenlandschaften auf besonders abwechslungsreiche Weise. Zusätzliche Informationen dazu sind online erhältlich.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von L’AGENTOUR/Veröffentlicht am 07.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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