Deutscher Fahrradpreis 2026 geht nach Lindau, München und Hamburg

Der Deutsche Fahrradpreis 2026 geht in diesem Jahr an zwei Projekte aus Bayern und eines aus Hamburg. In der Kategorie Infrastruktur wurde die Stadt Lindau am Bodensee für ihr Projekt „Bodensee-Fahrradstraße Lindau – Premium-Radverkehrsachse“ ausgezeichnet. In der Kategorie Service & Kommunikation setzte sich der „VelObserver für Schulen“ der Münchner Posmo GmbH durch. Den Preis in der Kategorie Ehrenamt erhielt der Verein Westwind Hamburg e. V. für das Projekt „Fahrräder für Bedürftige“.

Mit dem Deutschen Fahrradpreis werden jedes Jahr innovative Projekte und besonderes Engagement zur Förderung des Radverkehrs ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 20. Mai 2026 im Rahmen des AGFS-Kongresses 2026 im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf statt.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betonte, dass der Deutsche Fahrradpreis Jahr für Jahr zeige, wie vielseitig und ideenreich sichere und attraktive Konzepte für den Radverkehr in Deutschland seien. Die diesjährigen Siegerprojekte reichten von einer besonders breiten Radachse in Lindau über eine digitale Radschulwegkarte zur Verbesserung sicherer Schulwege bis hin zu einer langjährigen ehrenamtlichen Initiative in Hamburg, die Menschen mit geringem Einkommen Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe ermögliche. Aus seiner Sicht setzen alle drei Projekte wichtige Impulse und verdeutlichen, wie breit Radverkehrsförderung heute aufgestellt ist.

Auch Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, hob hervor, dass die Verleihung des Deutschen Fahrradpreises 2026 in Nordrhein-Westfalen ein passender Rahmen sei. Der Preis stehe für eine Mobilitätswende, die im Alltag der Menschen spürbar werde. Die drei ausgezeichneten Projekte zeigten, wie unterschiedlichste Gruppen von einer stärkeren Förderung des Radverkehrs profitieren könnten.

Christine Fuchs, geschäftsführende Vorständin der AGFS NRW, erklärte, die Gewinnerprojekte machten deutlich, dass die Zukunft des Radverkehrs nicht nur konzipiert, sondern bereits praktisch umgesetzt werde. Jedes der ausgezeichneten Vorhaben leiste mit innovativen und praxisnahen Ansätzen einen konkreten Beitrag zur Stärkung des Radverkehrs und zur Entwicklung lebenswerter Städte und Gemeinden.

Lindau gewinnt mit Premium-Radachse am Bodensee

In der Kategorie Infrastruktur setzte sich die „Bodensee-Fahrradstraße Lindau – Premium-Radverkehrsachse“ durch. Mit der ausgebauten Strecke schafft die Stadt Lindau nach Einschätzung der Jury neue Maßstäbe für hochwertige Radinfrastruktur. Die nahezu durchgehend 5,5 Meter breiten Fahrradstraßen sorgen für mehr Sicherheit und Komfort entlang einer wichtigen Verbindung. Das Projekt kombiniert hochwertige Fahrradstraßen, die Aufwertung des Bodenseeradwegs und Mobilitätsstationen zu einer klar priorisierten Radachse. Besonders hervorgehoben wird die konsequente Vorrangstellung des Radverkehrs im öffentlichen Raum bei gleichzeitiger Trennung von Fuß- und Radverkehr.

Digitale Schulwegkarte aus München überzeugt die Jury

In der Kategorie Service & Kommunikation gewann der „VelObserver für Schulen“ der Posmo GmbH aus München. Ziel des Projekts ist eine digitale Radschulwegkarte, die gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt wird. In verschiedenen Challenges dokumentieren die Schülerinnen und Schüler ihr Mobilitätsverhalten, erfassen ihre Wege digital und bewerten sie aus ihrer eigenen Perspektive. Dabei lernen sie, Risiken im Straßenverkehr zu erkennen und ihre Mobilitätskompetenz durch die bewusste Auswahl sicherer Wege zu stärken.

Hamburger Ehrenamtsprojekt erhält Auszeichnung

In der Kategorie Ehrenamt wurde das Projekt „Fahrräder für Bedürftige“ von Westwind Hamburg e. V. ausgezeichnet. Der Verein setzt sich seit 2015 dafür ein, die Mobilität von Menschen mit geringem Einkommen zu verbessern. Gespendete Fahrräder werden verkehrssicher aufbereitet und zu Sozialpreisen weitergegeben. Zusätzlich fährt eine mobile Werkstatt regelmäßig Wohnunterkünfte an, um defekte Fahrräder direkt vor Ort zu reparieren. Ergänzt wird das Angebot durch Workshops, Sicherheitstrainings sowie Ausflüge für Kinder und Jugendliche. Nach Einschätzung der Jury zeigt das langjährige ehrenamtliche Engagement mit mehr als 4.800 weitergegebenen Fahrrädern einen nachhaltigen sozialen Nutzen.

Über den Deutschen Fahrradpreis

Der Deutsche Fahrradpreis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW. Unterstützt wird der Wettbewerb vom ZIV – Die Fahrradindustrie sowie vom Verbund Service und Fahrrad e. V.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von DER DEUTSCHE FAHRRADPREIS/Veröffentlicht am 21.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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