Ein hochwertiger Fahrradhelm kann bei einem Sturz entscheidend sein – insbesondere für Kinder. Deshalb ist es für Eltern wichtig zu wissen, welche Modelle tatsächlich Schutz bieten. Der ADAC hat zusammen mit der Stiftung Warentest insgesamt 18 Kinderhelme geprüft. Dabei wurden die Produkte im Labor auf ihre Sicherheit bei Unfällen getestet, zusätzlich von Probanden hinsichtlich Bedienung und Tragekomfort bewertet sowie auf Schadstoffe untersucht.
Im aktuellen Prüfverfahren wurden die Bewertungskriterien erweitert. Neu hinzugekommen sind unter anderem detailliertere Analysen der Riemen und Verschlusssysteme. Geprüft wurde beispielsweise, ob sich Verschlüsse während der Fahrt ungewollt verstellen (Mikroschlupf), wie stabil die seitlichen Gurtteile bei Belastung sind und ob sich Verschlüsse unbeabsichtigt öffnen können. Auch die Bewertung des Tragekomforts wurde angepasst. Aufgrund dieser strengeren Anforderungen sind die Ergebnisse nur eingeschränkt mit früheren Tests vergleichbar. Insgesamt führte dies dazu, dass kein Modell die Bestnote erreichte.
Positiv fällt auf, dass alle getesteten Helme einen grundlegenden Schutz vor schweren Kopfverletzungen bieten. Besonders gut schnitt ein günstiges Modell ab: Der Helm von Crivit überzeugte im Bereich Unfallschutz und erreichte als einziges Modell neben einem weiteren eine gute Bewertung in dieser Kategorie. Insgesamt wurde er Testsieger mit der Note 2,6. Das Produkt, das für Lidl hergestellt wird, punktet vor allem durch seine gute Sichtbarkeit, unter anderem durch reflektierende Elemente und ein integriertes Rücklicht mit einfach austauschbaren Batterien. Beim Tragekomfort zeigte er jedoch Schwächen.
Zwei Modelle wurden im Test kritisch bewertet: Der Abus YouDrop sowie der Melon Urban-Active schnitten beim Unfallschutz lediglich ausreichend ab. Bei beiden Helmen wurden insbesondere Defizite im Schutzbereich der Schläfen festgestellt. Beim Modell von Abus kommt hinzu, dass die Sichtbarkeit im Dunkeln eingeschränkt ist. Der Helm von Melon zeigte zudem Probleme mit einem sich während der Fahrt lockernden Gurtband, wodurch regelmäßiges Nachjustieren erforderlich wird.
Insgesamt wurde deutlich, dass alle getesteten Helme noch Verbesserungspotenzial haben. Viele Schwachstellen könnten mit einfachen Anpassungen behoben werden. Dazu zählen etwa zusätzliche reflektierende Elemente – insbesondere an den Gurtbändern –, die die Sichtbarkeit erhöhen. Auch besser gesicherte Verschlüsse und leicht einstellbare Gurtsysteme würden die Handhabung verbessern. Beim Tragekomfort spielt zudem das Gewicht eine Rolle: Der schwerste Helm im Test war fast doppelt so schwer wie der leichteste, ohne dabei einen besseren Schutz zu bieten.
Für Eltern empfiehlt es sich, vor dem Kauf mehrere Modelle auszuprobieren. Da die Passform stark von der individuellen Kopfform abhängt und Helme oft nur in bestimmten Größen erhältlich sind, ist ein Probetest besonders wichtig. Zudem wird geraten, auf gute Sichtbarkeit zu achten, etwa durch reflektierende Materialien und integrierte Beleuchtung mit leicht austauschbaren oder aufladbaren Batterien. Nach einem Sturz sollte ein Helm grundsätzlich ersetzt werden, da mögliche Schäden nicht immer sichtbar sind, die Schutzfunktion aber beeinträchtigen können.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von ADAC/Veröffentlicht am 24.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.