Der am häufigsten auftretende Schaden an Fahrrädern ist weiterhin Verschleiß. Der Fahrradversicherer und Leasinganbieter Linexo befragt gemeinsam mit Statista jedes Jahr rund 6.000 Besitzerinnen und Besitzer von Fahrrädern und E-Bikes zu Schäden an ihren Rädern. Im Fokus der aktuellen Erhebung stand, wie es zu Verschleiß, Unfällen, technischen Defekten, Vandalismus und Diebstahl kam, welche Kosten für Reparaturen und Ersatz entstanden und wie die Versicherten die Schadenregulierung wahrnahmen. Dabei wurde deutlich, dass viele Fahrräder gegen die häufigsten Schäden nicht ausreichend abgesichert sind. Wer hingegen über einen umfassenden Schutz verfügt, kann sich in der Regel auf verlässliche Leistungen stützen.
Bei den gemeldeten Schäden liegt Abnutzung klar vorn: Mehr als 56 Prozent der Schäden an Fahrrädern und 37 Prozent an E-Bikes gehen darauf zurück. Besonders häufig betroffen sind Reifen, Bremsen, Ketten und Zahnräder.
An zweiter Stelle stehen selbst verursachte Schäden, etwa durch Reifenpannen oder Oberflächenschäden infolge eines umfallenden Fahrrads. Sören Hirsch, Bereichsleiter Bike bei Linexo, weist darauf hin, dass Versicherer solche Fälle als unsachgemäße Handhabung einordnen würden. Er empfiehlt deshalb, beim Versicherungsschutz nicht nur Schäden durch Abnutzung, sondern auch diesen Punkt genau zu prüfen. Als Hauptgründe für Verschleiß nennen die Befragten vor allem alters- und nutzungsbedingte Materialermüdung. Daneben werden auch mangelnde Pflege und unzureichende Wartung als mögliche Ursachen gesehen.
Viele Fahrräder sind nur unzureichend versichert, was im Schadenfall teuer werden kann. Fast die Hälfte aller Fahrräder, nämlich 46,4 Prozent, und mehr als ein Viertel der E-Bikes mit 27,1 Prozent sind vollständig ohne Versicherungsschutz unterwegs. Statt einer umfassenden Fahrradversicherung verlassen sich rund 40 Prozent ausschließlich auf ihre Hausratversicherung. Diese deckt jedoch oft nur Einbruchdiebstahl ab. Zwar tritt ein Diebstahl seltener auf als andere Schäden, bei Fahrrädern liegt der Anteil bei 17 Prozent und bei E-Bikes bei 19,8 Prozent, dennoch kann ein solcher Fall hohe Kosten verursachen.
Hirsch erklärt dazu, dass Diebstahl neben einem Totalschaden nach einem Unfall zu den teuersten Schadenfällen bei Fahrrädern und E-Bikes zähle. Aus seiner Sicht sollte eine Versicherung deshalb auch dann leisten, wenn das Rad außerhalb der eigenen Wohnung oder des Hauses entwendet werde. Gerade bei E-Bikes und besonders hochwertigen Rädern sei es außerdem sinnvoll zu prüfen, ob die vereinbarte Versicherungssumme tatsächlich für einen Ersatz ausreiche und ob eine Selbstbeteiligung anfalle. Entscheidend sei, welche Kosten unter welchen Bedingungen übernommen würden. Einen solchen Vergleich hält er sowohl zwischen Hausrat- und Fahrradversicherung als auch bei geleasten Rädern für wichtig.
Auffällig ist zudem, dass viele Schäden gar nicht erst bei der Versicherung gemeldet werden. Mehr als 90 Prozent der Verschleißschäden an Fahrrädern und 75 Prozent an E-Bikes werden nicht eingereicht. Auch technische Defekte, selbst verursachte Schäden und Unfälle ohne Beteiligung Dritter, etwa Stürze, werden überwiegend nicht gemeldet. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass Versicherungen bei angezeigten Schäden in rund 70 Prozent der Fälle vollständig leisten und etwa ein Viertel zumindest teilweise übernehmen. Ablehnungen kommen vergleichsweise selten vor.
Weitere Ergebnisse der Studie zeigen ein differenziertes Bild der Schadenursachen. Bei fremdverschuldeten Unfällen wird am häufigsten genannt, von anderen Verkehrsteilnehmenden übersehen worden zu sein. Wer einen Unfall selbst verursacht hat, führt dies beim Fahrrad am ehesten auf Fehler beim Abbiegen oder Einordnen zurück. Bei E-Bikes wird häufig angegeben, zu schnell unterwegs gewesen zu sein.
Auch sogenannte Dooring-Unfälle, bei denen eine plötzlich geöffnete Autotür Radfahrende trifft, werden betrachtet. Solche Vorfälle haben oft schwere Folgen für Gesundheit und Fahrrad, treten unter den Unfällen mit Fremdverschulden jedoch nur selten auf. Rund 30 Befragte berichteten von einem solchen Erlebnis.
Unter den selbst verursachten Schäden ist der Plattfuß besonders verbreitet. Deshalb kann es sinnvoll sein, beim Versicherungsschutz auf Leistungen wie mobile Pannenhilfe und einen Abholservice zu achten.
Zudem zeigt sich eine hohe Dunkelziffer bei strafrechtlich relevanten Vorfällen: Sowohl bei Diebstahl als auch bei Vandalismus wird die Polizei in vielen Fällen nicht eingeschaltet.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von linexo by WERTGARANTIE/Veröffentlicht am 26.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.